Sepp Eisenriegler

Ich unterstütze jede Bewegung, die ernsthaft mithilft, unseren werbeinduzierten Konsumismus zu reduzieren: Die letzte Barriere gegen die große Transformation von der ressourcenvernichtenden Linear- zur enkeltauglichen Kreislaufwirtschaft. Die EU-Ordnungspolitik ist längst auf Linie (https://www.springer.com/de/book/9783658273781). Sogar die Wirtschaftslobbyisten haben verstanden, dass diese Transformation unausweichlich ist, wenn die menschliche Spezies auf diesem Planeten überleben will. Jetzt liegt es an uns Konsument*innen. Wollen wir weiterhin als KONSUMTROTTEL (ISBN 978-3-99001-183-6) Dinge kaufen, die wir nicht brauchen, mit Geld, das wir nicht haben, nur um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen?

Wenn nicht, dann muss die Werbung reguliert werden und ihrem ureigensten Zweck, der Produktinformation, gerecht werden und die Komponente „persuasive advertising“ weglassen. Die aktuelle Informationsassymetrie zwischen Herstellern und Endnutzern ergäbe ohnehin ein weites Betätigungsfeld für die Werbewirtschaft, um wenigstens Kaufentscheidungen im Sinne des Homo Oeconomicus zu ermöglichen. Wenn keine billigen, kurzlebigen Produkte mehr gekauft werden würden, die bei näherem Hinsehen doppelt so teuer kommen, könnten wir unseren ökologischen Fußabdruck halbieren.

Der Neuroökonom, Markt- und Konsumforscher Peter Kenning: „Wenn Werbung grundsätzlich nicht funktionieren würde, gäben Unternehmen weltweit nicht etwa 600 Milliarden US-Dollar jährlich dafür aus. Natürlich funktioniert Werbung. Permanent!“

Kein Wunder, dass wir Konsument*innen als Konsumtrottel agieren und dem Raubbau an der Natur auf Kosten der nächsten Generationen in die Hände spielen …

Wem das alles zu kompliziert ist:

All you need is less! Und: Jede Reparatur ist ein individueller Beitrag zum Klimaschutz!

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